Janet Sobel, Untitled (Detail), ca. 1946-1948, Enamel and sand on board, 43.9 × 35.6 cm, The Menil Collection, Houston, Gift of Leonard Sobel and Family

Große Abstraktion. Internationaler Aufbruch in der Kunst nach 1945

Laufzeit06. Juni 2027 - 31. Oktober 2027

OrtNeue Nationalgalerie

Jubiläumsausstellung der FREUNDE der Nationalgalerie.

Mit der umfassenden Überblicksausstellung „Große Abstraktion. Internationaler Aufbruch in der Kunst nach 1945“ widmet sich die Neue Nationalgalerie einem der bedeutendsten Kapitel der Kunstgeschichte des 20. Jahrhunderts. Anlässlich des Jubiläums der FREUNDE der Nationalgalerie zeichnet die Ausstellung auf der gesamten unteren Etage des Museums die weltweite Entwicklung der abstrakten Kunst zwischen 1945 und 1985 nach und eröffnet dabei neue Perspektiven auf ihre internationale Vielfalt.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs entwickelte sich die Abstraktion weltweit zu einer neuen, vielstimmigen Bildsprache. Gestische und geometrische Ausdrucksformen standen vielerorts für Neuanfang, Freiheit und künstlerische Erneuerung. Während die Kunstgeschichte diesen Aufbruch lange vorrangig aus der Perspektive Westeuropas und den USA erzählt hat, erweitert „Große Abstraktion“ diesen Blick grundlegend. Die Ausstellung verfolgt die Entwicklung abstrakter Positionen über Kontinente hinweg und macht ihre vielfältigen kulturellen, politischen und ästhetischen Ausprägungen sichtbar: von Gutai in Japan über ZERO in Düsseldorf, von den konkreten Tendenzen Europas zu den geometrischen Avantgarden Lateinamerikas, von der arabischen Abstraktion zu Schrift- und Zeichenkunst unterschiedlicher Kulturen sowie zu spirituellen Formen der Abstraktion und performativen Praktiken, die bis zur Auflösung des klassischen Kunstwerks reichen.
Neben Hauptwerken einflussreicher Protagonist*innen wie Jackson Pollock, Barnett Newman, Frank Stella, Helen Frankenthaler, Barbara Hepworth, Mark Rothko, Günter Fruhtrunk, K.O. Götz oder Georges Matthieu rückt die Ausstellung zahlreiche weniger bekannte Positionen in den Mittelpunkt, darunter etwa Lee Krasner, Joan Mitchell, Janet Sobel, Ed Clark, Carmen Herrera, Olga de Amaral, Saloua Raouda Choucair, Fahrelnissa Zeid, Carlos Cruz-Diez, Jesús Rafael Soto, Mohamed Melehi, Lygia Pape, Ibrahim El-Salahi oder Kazuo Shiraga. Insgesamt vereint die Ausstellung rund 400 Werke von mehr als 250 Künstler*innen.

Eine Ausstellung der Neuen Nationalgalerie, ermöglicht durch die FREUNDE der Nationalgalerie.

Die Ausstellung wird kuratiert von Irina Hiebert Grun, Kuratorin an der Neuen Nationalgalerie, und Joachim Jäger, stellvertretender Direktor und Sammlungsleiter der Neuen Nationalgalerie. Kuratorische Assistenz: Noor van Rooijen. Projektmanagement: Sina Jentzsch und André Odier.