Goshka Macuga
International Institute of Intellectual Co-operation, Configuration 18, End of History: Mikhail Gorbachev, Slavoj Zizek, Georg Wilhelm Hegel, Karl Marx
Künstler/in
Goshka Macuga
Titel
International Institute of Intellectual Co-operation, Configuration 18, End of History: Mikhail Gorbachev, Slavoj Zizek, Georg Wilhelm Hegel, Karl Marx
Entstehungsjahr
2016
Technik und Abmessung
Bronze, Masse variabel, ca. 300 x 180 x 180 cm
Erwerbungsjahr
2026
Erwerbung der Stiftung
Erwerbung der der Stiftung der FREUNDE der Nationalgalerie für zeitgenössische Kunst e.V.
Die Werke der 1967 in Warschau geborenen und seit 1989 in London lebenden Künstlerin Goshka Macuga beruhen auf Recherchen zur Geschichte, zu politischen Strukturen und zur Frage des Überlebens unserer Zivilisation. Sie entwirft Installationen, Skulpturen, Tapisserien und Collagen, die sich mit der Entstehung wie der Zerstörung von Weltbildern, politischen Ideologien und alternativen Geschichtsschreibungen sowie der Frage befassen, wie aus der Perspektive der Zukunft unsere heutige Gegenwart wahrgenommen werden mag. Mit der 2016 im Schinkel Pavillon in Berlin präsentierten Serie von Skulpturen mit dem Titel „International Institute of Intellectual Co-operation“ setzte sie eine Werkgruppe fort, an der sie seit 2015 arbeitete. Sie bezieht sich dabei auf eine Organisation gleichen Namens, die Mitte der 1920er-Jahre von der französischen Regierung gegründet worden war, um das in Genf ansässige „Internationale Institut für geistige Zusammenarbeit“ zu unterstützen, einen Zusammenschluß von Wissenschaftler*innen, Schriftstellern, Politikern und Philosophen wie Albert Einstein, Marie Curie, Jagadish Chandra Bose oder Henri Bergson, die sich ergänzend zum Völkerbund mit Fragen des geistigen Eigentums, der kulturellen Bildung sowie der Friedenssicherung befassten. In ihren Skulpturen verbindet Macuga Bronzeköpfe historischer wie zeitgenössischer Denker*innen, Politiker*innen und Künstler*innen mit Stangen zu molekularen Strukturen. So entstehen Bilder eines über Zeiten und Räume hinwegreichenden Netzwerks geistigen Austauschs und fiktiver Gespräche - im Falle der „18. Konfiguration“ zwischen den Philosophen und Theoretikern Georg Wilhelm Hegel, Karl Marx und Slavoj Žižek mit dem Politiker Michail Gorbatschow über die in den 1990er-Jahren heftig diskutierte These vom „Ende der Geschichte“.
Gabriele Knapstein, Stellvertretende Direktorin Hamburger Bahnhof – Nationalgalerie der Gegenwart
Goshka Macuga „International Institute of Intellectual Co-operation, Configuration 18, End of History: Mikhail Gorbachev, Slavoj Zizek, Georg Wilhelm Hegel, Karl Marx“, 2026 © the Artist / Andrew Kreps Gallery Bildquellen
- W-Goshka_Macuga_GM16-0331_ret: Goshka Macuga „International Institute of Intellectual Co-operation, Configuration 18, End of History: Mikhail Gorbachev, Slavoj Zizek, Georg Wilhelm Hegel, Karl Marx“, 2026 © the Artist / Andrew Kreps Gallery