Yoko Ono and John Lennon
IMAGINE PEACE – The Washington Post. WAR IS OVER! IF YOU WANT IT – The New York Times.
Künstler/in
Yoko Ono and John Lennon
Titel
IMAGINE PEACE - The Washington Post | WAR IS OVER! IF YOU WANT IT - The New York Times
Entstehungsjahr
IMAGINE PEACE, 2003 | WAR IS OVER! IF YOU WANT IT, 1969/2009
Technik und Abmessung
Zeitungsanzeige, veröffentlicht in der Washington Post am 15. März 2003, 56,6 x 32,5 cm | Zeitungsanzeige, veröffentlicht in der New York Times am 27. Dezember 2009, 56,6 x 31,3 cm.
Erwerbungsjahr
2026
Erwerbung der FREUNDE der Nationalgalerie, Schenkung Yoko Ono
Die Neue Nationalgalerie freut sich, den Ankauf des Werkes Hide Me (1971) von Yoko Ono bekannt zu geben. Der Ankauf wurde realisiert dank Birgit und Thomas Rabe, denen wir für ihre großzügige Unterstützung herzlich danken.
Mit dieser Erwerbung setzen wir ein klares Zeichen für die weitere Stärkung von Künstlerinnen in unserer Sammlung. Es ist uns ein zentrales Anliegen, die Perspektiven bedeutender weiblicher Positionen des 20. Jahrhunderts sichtbarer zu machen und nachhaltig in unserem Bestand zu verankern. Yoko Ono zählt zu den einflussreichsten Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts. Als Pionierin der Konzeptkunst und der Fluxus-Bewegung hat sie die Grenzen zwischen Kunst, Publikum und Alltag grundlegend neu definiert und Generationen von Künstler*innen geprägt.
Hide Me besteht aus einem transparenten Sockel – einem Objekt, das in der Kunstgeschichte traditionell der Präsentation und Erhöhung eines Kunstwerks dient. Der Sockel ist klar, reduziert, beinahe unscheinbar. Anstelle eines darauf platzierten Objekts enthält er jedoch eine Aufforderung: Hide Me - Er soll versteckt werden. Damit wird die gewohnte Funktion des Sockels – Sichtbarkeit zu erzeugen – ins Gegenteil verkehrt.
Hide Me besticht durch seine radikale Einfachheit und eröffnet zugleich vielschichtige Bedeutungsebenen. Ono thematisiert hier auf eindringliche Weise Sichtbarkeit und Verbergen und stellt konventionelle Betrachtungs- und Umgangsweisen mit Kunst in Frage. Der Sockel, traditionell Symbol für Erhöhung, Präsentation und Sichtbarmachung, wird selbst zum Gegenstand – und zugleich zur Anweisung. In diesem Paradox von „gesehen werden“ und „nicht gesehen werden“ liegt die poetische und zugleich politische Kraft des Werkes. Hide Me wirft Fragen nach Macht, Auslöschung und der Rolle der Betrachter*innen auf: Wer entscheidet, was sichtbar ist? Wer oder was bleibt verborgen? Und welche Mechanismen bestimmen diese Prozesse? Das Werk zwingt uns, nicht nur darüber nachzudenken, was wir sehen, sondern auch darüber, was wir nicht sehen – und warum.
Noor van Rooijen - Wissenschaftliche Museumsassistentin i. F., Neue Nationalgalerie
Yoko Ono „IMAGINE PEACE“, 2003 / Newspaper advertisement published in The Washington Post, March 15, 2003 / Yoko Ono and John Lennon „WAR IS OVER! If You Want It“, 1969, Newspaper advertisement published in The New York Times, December 27, 2009 / Installation view from Yoko Ono - DREAM TOGETHER, Neue Nationalgalerie, Berlin, 2025 / Photography by David von Becker © Yoko Ono Bildquellen
- Hide Me: Yoko Ono „IMAGINE PEACE“, 2003 / Newspaper advertisement published in The Washington Post, March 15, 2003 / Yoko Ono and John Lennon „WAR IS OVER! If You Want It“, 1969, Newspaper advertisement published in The New York Times, December 27, 2009 / Installation view from Yoko Ono - DREAM TOGETHER, Neue Nationalgalerie, Berlin, 2025 / Photography by David von Becker © Yoko Ono