Aneta Grzeszykowska
Mama
Künstler/in
Aneta Grzeszykowska
Titel
Mama
Entstehungsjahr
2016
Technik und Abmessung
S/W: Silber-Gelatin-Abzug auf Barytpapier, auf Karton aufgezogen, 50 × 36 cm / Farbe: Pigmenttinte auf Baumwollpapier, auf Karton aufgezogen, 50 × 36 cm
Erwerbungsjahr
2026
Erwerbung der Stiftung
Erwerbung der der Stiftung der FREUNDE der Nationalgalerie für zeitgenössische Kunst e.V.
10 Arbeiten aus der Serie: Mama #03, 2018; Mama #07, 2018; Mama #13, 2018; Mama #19, 2018; Mama #20, 2018; Mama #25, 2018; Mama #31, 2018; Mama #32, 2018; Mama #42, 2018; Mama #45, 2018
Im Zentrum der fotografischen, filmischen, performativen und skulpturalen Werke der 1974 in Warschau geborenen Künstlerin Aneta Grzeszykowska steht die Frage nach den Selbst- und Fremdbildern, die für die Formierung von Identität bestimmend sind. Zumeist fotografiert bzw. filmt Grzeszykowska sich selbst in verschiedenen Rollen und Verfremdungen ihres Gesichts wie ihres Körpers. Auch täuschend echte Nachbildungen von Körperteilen wie Finger, Brust oder die Augenpartie des Gesichts bildet sie ab. In den Serien Untitled (Model), 2017, und Mama, 2018, fotografiert sie eine aus Silikon geformte Puppe, ein Abbild ihrer selbst, in verschiedenen Settings. Gesicht und Rumpf werden geschminkt und hergerichtet, und die Tochter der Künstlerin spielt mit diesem Mutter-Torso. Der Faszination dieser zwischen Alltäglichkeit und Albtraumhaftigkeit angesiedelten Szenerien kann man sich als Betrachter*in kaum entziehen, unweigerlich projiziert man Emotionen und Erinnerungen in die von der Künstlerin inszenierten Bilder: „Ich denke, das Bild der Person auf den Fotografien ist eine Art Spiegel, der unsere Gefühle reflektiert. In den Serien Untitled (Model) und Mama habe ich versucht, mich auf dieses Thema zu konzentrieren, indem ich eine hyperrealistische Skulptur von mir selbst fotografiert habe, die in Wirklichkeit ein totes Ding war. Menschen, die diese Serie betrachtet haben, personifizierten das Objekt und erweckten es durch ihre eigenen Emotionen zum Leben. Tatsächlich sind wir es, die in den Fotografien existieren, sobald wir fotografierte Personen betrachten.“ Die Serie Mama stellte die Künstlerin u.a. 2022 im polnischen Pavillon auf der Biennale in Venedig aus.
Gabriele Knapstein, Stellvertretende Direktorin Hamburger Bahnhof – Nationalgalerie der Gegenwart
Aneta Grzeszykowska „Mama“-Serie / 10 Arbeiten aus der Serie: Mama #03, Mama #07, Mama #13, Mama #19, Mama #20, Mama #25, Mama #31, Mama #32, Mama #42, Mama #45 © the Artist / Raster S.C. Bildquellen
- W-Grzeszykowska_Mama_03_LowRes_Collage_v2: Aneta Grzeszykowska „Mama“-Serie / 10 Arbeiten aus der Serie: Mama #03, Mama #07, Mama #13, Mama #19, Mama #20, Mama #25, Mama #31, Mama #32, Mama #42, Mama #45 © the Artist / Raster S.C.