Max Slevogt
Zwei Schwestern Steinbart (Porträt Eva und Dora Steinbart)
Künstler/in
Max Slevogt
Titel
Zwei Schwestern Steinbart (Porträt Eva und Dora Steinbart)
Entstehungsjahr
1912
Technik und Abmessung
Öl auf Holz, 79,4 x 62,3 cm, rechts unten signiert und datiert: Slevogt 12
Erwerbungsjahr
2023
Erwerbung der FREUNDE der Nationalgalerie aus Mitteln der Erbschaft von Marianne Schmidt.
Das Gemälde ist ein überzeugendes Doppelporträt auf dem Höhepunkt des Schaffens von Max Slevogt (1868–1932). Die 17-jährige Eva und die 21-jährige Dora sind zwei der drei Töchter des Bankiers und Kunstsammlers Carl Steinbart (1852–1923). Er wohnte in der Wilhelmstrasse 34 in Lichterfelde und gehörte zu Slevogts wichtigsten Mäzenen und Sammlern in den 1910er Jahren und ließ seine Töchter mehrfach vom Künstler porträtieren (aber auch von Max Liebermann, Edvard Munch und Hermann Max Pechstein).
Als Mäzen unterstützte Steinbart vor allem die Berliner Nationalgalerie. So stiftete er dem Museum 1906 gemeinsam mit dem Bankier Carl Hagen den Ankauf des Gemäldes Die Kirche Saint-Germain-l’Auxerrois von Claude Monet. 1907 folgte wiederum zusammen mit Carl Hagen die Stiftung des Bildes Sommer von Monet. Auch ein im Krieg verlorenes Werk von Arnold Böcklin schenkte er der Nationalgalerie.
Von Slevogt als wichtigem Secessionisten hat die Nationalgalerie einen guten Bestand an Werken, darunter auch Park in der Pfalz (um 1920), das die Erben Carl Steinbarts dem Museum 1923 schenkten. Das Doppelporträt ergänzt und schreibt diesen Bestand sehr gut fort. Das ungewöhnliche Bildnis zweier Schwerstern hatte seit der Erwerbung durch die Freunde der Nationalgalerie seinen ersten erfolgreichen Auftritt bereits in der Schadow-Sonderausstellung in der Alten Nationalgalerie und wird künftig, im Anschluss an die Schau zu den Secessionen, in die Dauerausstellung integriert werden.
Ralph Gleis