Monica Bonvicini
Turning Walls
Künstler/in
Monica Bonvicini
Titel
Turning Walls
Entstehungsjahr
2001
Technik und Abmessung
Holz, verschiedene Metall- und Plastikzäune, Backsteine und Pflanzen, 250 x 700 x 600 cm, Auflage 3: Nr. 1/3
Erwerbungsjahr
2025
Erwerbung der Stiftung
Schenkung Paul Maenz an die Stiftung der FREUNDE der Nationalgalerie e.V.
In ihrem Schaffen setzt sich Monica Bonvicini mit Macht und Kontrolle auseinander. Dabei geht die Künstlerin häufig von Architektur und Raum aus. Diese Bereiche stehen auch in ihrer Arbeit Turning Walls (2001) im Vordergrund. Die Installation besteht aus unterschiedlichen Zaunelementen aus Metall, Holz, Kunststoff, Stein und Topfpflanzen, die aus dem Baumarkt stammen. Die kreuzförmige Anlage und die Anordnung der verschiedenen Umzäunungen erschließen sich erst im vollständigen Umrunden des Werks. Dadurch wandelt sich die Erscheinung der Installation mit jedem Blick um die Ecke. Außerdem wird deutlich, dass es keinen Zugang ins Innere der Struktur gibt. Dazu Monica Bonvicini: „Es ist lustig, zu beobachten, wie die Leute um die Skulptur herumgehen, in der Hoffnung einen Eingang zu finden. Ich war an einem Innenweg nicht interessiert, wo man in einer gewissen Atmosphäre gefangen wäre. Zäune und Tore sollen uns abhalten, Privatgrund zu betreten. Ich wollte eine Art postmoderner Punk-Fassade machen, ein Do-it-yourself-Arrangement, die Art von geschmacklosem Bauwerk, die du bei einer Fahrt durch amerikanische Vororte siehst.“
Sven Beckstette
Monica Bonvicini, Turning Walls, 2001 © Paul Maenz Archiv and the Artist Bildquellen
- MonicaBonvicini_TurningWalls_2001_©PaulMaenzArchiv_AndTheArtist: Monica Bonvicini, Turning Walls, 2001 © Paul Maenz Archiv and the Artist