• Künstler/inDirk Skreber
  • TitelOhne Titel
  • Entstehungsjahr2020
  • GattungMalerei
  • Technik und Abmessung Aluminiumlack und Dichtungsklebeband auf Leinwand, 155 x 230 cm
  • Erwerbungsjahr2021
  • Erwerbung der Freunde der Nationalgalerie / Schenkung eines Mitgliedes anlässlich seines 40-jährigen Mitgliedschaftsjubiläums

Dirk Skreber, Ohne Titel, 155 x 230 cm, Aluminiumlack und Dichtungsklebeband auf Leinwand, 2020. Ausstellungsansicht im Hamburger Bahnhof, 2021. Foto: Thomas Bruns.

Dirk Skreber erhielt 2000 den erstmalig verliehenen Preis der Nationalgalerie für junge Kunst. Für seine Präsentation in der Historischen Halle im Hamburger Bahnhof errichtete der Maler eine Folge von drei quadratischen Räumen, die durch Schleusen betreten werden konnten und in denen jeweils eines seiner Bilder hing. Neben einem abstrakten Gemälde zeigte Skreber eine Landschaft mit drei Häusern sowie ein Werk mit zwei Lokomotiven, die auf einem Schienenkreuz im Wald aufeinander zu zurasen scheinen. Die Darstellungen von Eisenbahnen ziehen sich leitmotivisch durch das Schaffen von Skreber. Der Künstler begann mit der Reihe 1986, als er noch an der Kunstakademie Düsseldorf studierte.

Das der Nationalgalerie geschenkte Werk stammt von 2020. Auf ihm sieht man eine verlassene Arbeitslokomotive in einer leeren Landschaft. Der beißend grüne Hintergrund und aufsteigende Farbschlieren verleihen dem Motiv eine unheimliche Wirkung: Befindet sich der Zug in einer post-apokalyptischen Umwelt? Liegt er auf dem Grund eines Meeres? Wie so häufig, lässt Dirk Skreber jegliche Interpretationsansätze ins Leere laufen: Es kann so sein, aber auch ganz anders.

– Sven Beckstette