• Künstler/inEmily Jacir
  • TitelCrossing Surda (a record of going to and from work)
  • Entstehungsjahr2002-2003
  • GattungVideo
  • Technik und Dauer2-Kanal-Videoinstallation, Farbe, Ton, 132:00 min, Text
  • Erwerbungsjahr2022
  • Schenkung Barbara und Axel Haubrok

Emily Jacir, Crossing Surda (a record of going to and from work), 2002-2003, Foto: Thomas Bruns

Emily Jacir, Crossing Surda (a record of going to and from work), 2002-2003, Foto: Thomas Bruns

Emily Jacir (*1970 Bethlehem, PS, lebt in New York, NY, US und Ramallah, PS) beschäftigt sich in Film, Text und Fotografie, in Installationen und performativen Arbeiten mit Fragen der Übersetzung und Bewegung, mit Widerstand und zum Schweigen gebrachten historischen Erzählungen – insbesondere vor dem Hintergrund der Kolonialgeschichte des Mittelmeerraums. Die 132­minütige Zweikanal­-Videoinstallation Crossing Surda (a record of going to and from work) ist ein erschütterndes Dokument palästinensischer Realität im israelisch besetzten Westjordanland. Acht Tage lang dokumentierte Jacir mit versteckter Kamera ihren täglichen Fußweg zur Arbeit und zurück. Die Installation besteht aus einer Projektion mit Ton in Echtzeit und einzelnen Sequenzen, die in Slow Motion von der Tonspur getrennt auf einem separaten Monitor gezeigt werden. Die heimlich mit dem Camcorder gefilmten Bilder sind Zeugnis der täglichen Zumutung beim Überqueren des von bewaffneten Soldaten bewachten Surda Checkpoint auf der einzigen Straße, die Ramallah mit der Universität Bir Zait und circa 30 anderen palästinensischen Dörfern verbindet.

– Gabriele Knapstein